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Los Masis feierten 50-jähriges Jubiläum

Vom 23. – 27. April wurde in Sucre im Rahmen einer Festwoche das 50-jährige Jubiläum der Musikgruppe Los Masis gefeiert. Los Masis haben in diesen 50 Jahren ihres Bestehens der bolivianischen Musik, dem Tanz und der Kultur zu nationalem und internationalem Ansehen verholfen. Durch die Gründung des Centro Cultural Masis haben sie diese – vor allem indigenen – Kulturen auch an viele Generationen von Kindern und Jugendlichen weitergegeben.
Auf ganz unterschiedliche Weise wurde das Jubiläum gefeiert: Die feierliche Eröffnung in der Casa de la Cultura, eine Ausstellung zur Geschichte von Los Masis, eine Messe mit dem Bischof von Sucre in der Kathedrale, ein großes Jubiläumskonzert im Theater Gran Mariscal, weitere musikalische Darbietungen der unterschiedlichen Gruppen des Centro Cultural Masis sowie ein Auftritt der vier damaligen Gründungsmitglieder und vieles mehr. Nationale und auch internationale Gäste brachten ihren Dank und ihre Wertschätzung für die geleistete Arbeit zum Ausdruck. Auch einige Mitglieder der Bolivien-Brücke waren zu Gast, überbrachten Glückwünsche und freuten sich mit Los Masis über die Erfolge der letzten Jahrzehnte.

Die Bolivien-Brücke ist dem Projekt Centro Cultural Masis seit langem verbunden und unterstützt dies auch regelmäßig. Die Musikreisen von Los Masis nach Deutschland werden ebenfalls von der Bolivien-Brücke organisiert.

Arpillera-Ausstellung

Bolivien-Brücke präsentierte textile Wandbilder aus der Sammlung Kersting im Franziskanerkloster Hürtgendwald-Vossenack

Arpilleras sind textile Wandbilder aus Stoffresten. Sie entstanden zuerst in Chile während der Militärdiktatur als Mittel des politischen Widerstands. Die Frauen der Inhaftierten, Ermordeten und Verschwundenen schlossen sich zu Gruppen zusammen, um sich gegenseitig zu stützen und bescheidene Einkünfte zu erarbeiten. In den Arpilleras versuchten sie, ihre Verzweiflung und Trauer darzustellen und so das Erlebte zu verarbeiten und neuen Mut zu gewinnen.

In den folgenden Jahren bildeten sich in allen südamerikanischen Ländern Frauengruppen, die in Arpilleras die politischen und sozialen Zustände darstellten und deutlich anprangerten.
Mit der Veränderung der politischen Lage änderten sich teilweise auch die Themen der Arpilleras. Besonders die Abwanderung in die Städte aus sozialen und politischen Gründen lässt die verlorene Heimat in den Bergdörfern als Idyll erscheinen.
Die Ausstellung zeigt Arpillera-Beispiele aus fünf Ländern.

Die Ausstellung wird voraussichtlich im November 2019 wieder an anderer Stelle in der Region Eifel zu sehen sein.