Bolivien Brücke

Einsatzstellen

Die Einsätze erfolgen jeweils für 12 Monate ab Juli/August.

1. Mitarbeit in der integrativen Einrichtung EIFODEC

EIFODEC liegt ca. 4 km von Cochabamba in der autonomen Gemeinde Sacaba.
Cochabamba befindet sich im „Herzen Boliviens“ auf einer Höhe von ca. 2600m. Aufgrund ihres angenehmen Klimas wird sie ciudad de la primavera eterna, Stadt des ewigen Frühlings genannt. Mit ca. 630.000 Einwohnern stellt sie nicht nur die drittgrößte Stadt Boliviens dar, sondern bietet auch tatsächlich städtisches Leben.

Hinter der Bezeichnung, aus der sich der Name EIFODEC ergibt, steckt der programmatische Anspruch dieser Einrichtung: Escuela de Integración y Formación Deportiva, Expresión Artística y Desarrollo Laboral (Schule für sportliche Integration, künstlerischen Körperausdruck und Berufstraining).

EIFODEC stellt damit also eine Einrichtung dar, die versucht, junge Menschen mit Behinderung über Sport, Theater, Tanz und Kunst sowie berufsvorbereitende Trainings so weit – auch in ihrem Selbstbewusstsein – zu fördern, dass sie sich ins Berufsleben integrieren können. Begonnen haben die Aktivitäten im Jahr 2002 als ein Projekt mit sportlichen Programmen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderungen, die aus den unterschiedlichsten Einrichtungen der Sondererziehung und Rehabilitation in Cochabamba kommen. Zudem wurde Rehabilitación basada en la comunidad RBC (gemeindenahe Rehabilitation) bei EIFODEC eingeführt. Bei diesem Programm der UNO geht es um (Früh-) Erkennung, (Früh-) Erfassung, Betreuung, Integration und auch Prävention von Behinderungen zumal auf dem Land, aber auch in Stadtrandgebieten, oftmals der Zugang zu Information und Hilfestellungen schwierig oder nicht möglich ist.
Wichtige Tätigkeiten in EIFODEC beziehen sich außerdem auf Öffentlichkeitsarbeit mit Kampagnen und Informationsveranstaltungen über Behinderungen, Ursachen, Erscheinungsformen, Interventionsmöglichkeiten etc.

Mögliche Aufgaben der/des Freiwilligen im Projekt:

  • Mitarbeit bei Planung und Durchführung unterschiedlicher Aktivitäten
  • Tanz und Theater, z.B. Teilnahme an Erarbeitung und Proben von Aufführungen
  • Sport, z.B. Beteiligung an Trainingseinheiten in verschiedenen Disziplinen oder Angeboten für Jugendliche mit schweren Behinderungen
  • Unterricht, z.B. Mitwirkung an didaktischer Planung und Umsetzung von Lerneinheiten für heterogene Gruppen von Jugendlichen mit Lernbehinderungen und solchen mit schweren Behinderungen
  • Berufsvorbereitung, z.B. Unterstützung bei Betreuung von Jugendlichen in Arbeitsverhältnissen
  • Rehabilitación basada en la comunidad (RBC), z.B. Begleitung bei Aktivitäten in verschiedenen comunidades
  • Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Mithilfe bei Gestaltung von Plakaten, Internetauftritten
  • Organisation von Veranstaltungen, z.B. Unterstutzung bei Planung, Vorbereitung, Durchführung und Evaluation
  • eigene Ideen

Anforderungen an den/die Freiwillige

  • Bereitschaft, sich auf die Bedingungen des Gastlandes einzulassen, indem Offenheit für Fremdes und Neues  sowie Toleranz gegenüber anderen Werten gezeigt wird
  • bei Ausreise: Grundkenntnisse in der spanischen Sprache (vergleichbar Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen: A2)
  • Interesse an der Arbeit mit jungen Erwachsenen
  • Kontaktfreude
  • Einfühlungsvermögen und Geduld
  • Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit und Engagement
  • Dialog- und Teamfähigkeit
  • Eigenständigkeit
  • von Vorteil: Erfahrungen und Kenntnisse in den Bereichen Sport, Tanz oder Theater
  • ggf. eigene Initiativen/Ideen

www.deportivaespecial.org
www.facebook.com/Eifodec

2. Mitarbeit im Centro Cultural Masis in Sucre

Im Zentrum von Sucre liegt das Centro Cultural Masis. Die Stadt Sucre wuchs in den letzten 30 Jahren von 40.000 auf jetzt mehr als 200.000 Einwohner. Die meisten Zugewanderten vom Land oder den Minengebieten leben in den Außenbezirken der Stadt. Die Arbeit des Centro umfasst die Erforschung, Dokumentierung, Aufwertung und Erhaltung der indigenen Kultur des Andenraums durch Vermittlung von Musik, Tanz und religiösem Brauchtum. In den Kindern und Jugendlichen, die ins Centro kommen, soll so ein Bewusstsein für die eigene Identität erhalten oder neu geweckt werden. Im Centro lernen sie auf den traditionellen Instrumenten zu spielen und üben Tänze ein. Ihnen werden die andinen Werte vermittelt, um ein respektvolles Miteinander sowohl im Centro wie auch im alltäglichen Leben zu erzielen. Im Programm Un mañana con futuro wird neben der musikalischen Erziehung eine Hausaufgabenbetreuung angeboten, die die schulische Laufbahn unterstützt. Bei öffentlichen Auftritten zeigen die Kinder und Jugendlichen das Gelernte.  So wird ein Rahmen geschaffen, in dem die Kinder und Jugendlichen sich zu selbstbewussten und verantwortlichen Mitgliedern der Gesellschaft entwickeln können.

Aufgabe der/des Freiwilligen im Projekt
Aufgabe ist die Mitarbeit und Teilhabe an der kulturellen Arbeit und am Leben des Centro. Dazu gehören:

  • Mitarbeit im Projekt Un mañana con futuro: in der Hausaufgabenbetreuung, bei der musikalischen Erziehung zur Erhaltung der indigenen Kultur  sowie in der Buchhaltung
  • Mithilfe bei der Vorbereitung von Auftritten und Aktivitäten der Kinder und Jugendlichen, ggf. Begleitung bei Reisen
  • Mitarbeit bei Planung und Durchführung von Workshops
  • Mitarbeit bei den Kontakten zu Partnerorganisationen und Spendern
  • ggf. Mitarbeit bei der digitalen Dokumentation der Arbeit und aller Aktivitäten

Anforderungen an den/die Freiwillige

  • Bereitschaft, sich auf die Bedingungen des Gastlandes einzulassen, indem Offenheit für Fremdes und Neues  sowie Toleranz gegenüber anderen Werten gezeigt wird
  • bei Ausreise: Grundkenntnisse in der spanischen Sprache (vergleichbar Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen: A2)
  • Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit.
  • Dialog- und Teamfähigkeit
  • Interesse an der Arbeit mit Kindern
  • Nähe zur Musik
  • Offenheit für verschiedene Tätigkeiten des Centro Cultural Masis
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten
  • ggf. eigene Initiativen/Ideen entwickeln und einbringen

www.losmasis.org

3. Mitarbeit in Sozialprojekten in El Alto

El Alto ist eine Einwandererstadt und gilt als die größte indigene Stadt Südamerikas. Sie entwickelte sich um den Flughafen von La Paz herum und hat jetzt rund 850.000 Einwohner, meist Aymaras und Kechuas. Die Einwohner gelten als Wegbereiter des „neuen“ Boliviens, in dem die indigene Mehrheit des Landes mehr Mitsprache und politische Partizipation unter dem ersten indigenen Präsident Boliviens, Evo Morales, bekommen soll. Die Zuwanderung aus den Dörfern des Hochlandes war lange Zeit ungebrochen und hat sich nun stabilisiert. Aufgrund des rasanten Wachstums der Stadt sind die sozialen Probleme und infrastrukturellen Defizite noch immer alarmierend. Die katholische Stiftung FUNDASE  in der Diözese El Alto stellt sich in ihrer pastoral-sozialen Arbeit diesen neuen Herausforderungen und unterstützt Basisgruppen, Bürgerinitiativen und Projekte, um das soziale und wirtschaftliche Umfeld zu verbessern.

Weitere Informationen zum Kontext der Arbeit von FUNDASE in El Alto finden Sie hier.

Aufgabe der/des Freiwilligen im Projekt

  • schwerpunktmäßige Mitarbeit im Kinderhort Kürmi, der Kindern aus instabilen Verhältnissen die Möglichkeit regelmäßiger Mahlzeiten, Hygiene und Unterstützung beim Lernen anbietet;
  • Begleitung und Unterstützung der Mitarbeiter/innen der Stiftung in ihrer vielfältigen Sozial–, Gesundheits- und Gemeinwesenarbeit

Anforderungen an den/die Freiwillige

  • Bereitschaft, sich auf die Bedingungen des Gastlandes einzulassen, indem Offenheit für Fremdes und Neues  sowie Toleranz gegenüber anderen Werten gezeigt wird
  • bei Ausreise: Grundkenntnisse in der spanischen Sprache (vergleichbar Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen: A2)
  • Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit
  • Dialog- und Teamfähigkeit
  • Interesse an der Arbeit mit Kindern
  • Offenheit für weitere Tätigkeiten in der Stiftung FUNDASE in Ergänzung zum Einsatz im Kinderhort
  • ggf. eigene Initiativen/Ideen
  • Die Wahrnehmung der Aufgaben ist unabhängig von der Konfession des/der Freiwilligen, wobei Offenheit im Umgang mit katholischen Bräuchen Vorraussetzung ist.

www.fundase-bolivia.org

www.fundase-bolivia.org/Kurmi.html